Deutschlandradio Kultur: Politisches Feuilleton, 17. März 2009
Knapp zwei Monate ist Barack Obama im Amt, und es erscheint uns heute selbstverständlich, dass der mächtigste Mann der Welt kein Weißer ist. Vor zwei Jahren hätte das noch niemand für möglich gehalten. Zwei Generationen zuvor erlebten Hunderttausende GIs, was sie nicht für möglich gehalten hätten, unter ihnen auch 30.000 mit afrikanischen Wurzeln: Gleichberechtigung.
Sie waren nach Europa gezogen, um den Kontinent vom Faschismus zu befreien. Ausgerechnet in dem Land, das den Rassismus auf die Spitze getrieben hatte, im Land der Nazis, das zu besiegen sie beigetragen hatten, fühlten sie sich von 1945 an erstmals wie gleichberechtigte Menschen.
Einer dieser Soldaten war der junge Journalist William Gardner Smith. In seinem längst vergessenen Roman "Last of the conquerors" lässt er einen schwarzen Soldaten sagen: "Weißt Du, was ich hier gelernt habe? Dass ein Nigger sich von anderen nicht unterscheidet. Um das zu lernen, musste ich hier herüberkommen. Ich musste hierherkommen, damit die Nazis mich das lehren konnten."
Unter Deutschen waren die schwarzen Soldaten nach anfänglichem Misstrauen sehr beliebt, zumindest bei denen, die direkten Kontakt mit ihnen hatten. In einer 1954 von der Internationalen Vereinigung für Jugendhilfe, Genf, herausgegebene Studie heißt es: "Die farbigen Soldaten waren besonders gesucht als Quelle von Lebensmitteln, Süßigkeiten und Rauchwaren, denn ihre Gutmütigkeit und Freigebigkeit war bekannt." Freundlich zu Kindern waren sie außerdem. "Durch dieses Verhalten", so die Studie, "waren sie in jeder Familie bekannt, beliebt und knüpften hier und da engere Bande innerhalb der Familie an."
Und natürlich auch sehr enge mit deutschen Frolleins. In den meisten Staaten der USA wäre ein Treffen mit einer weißen Frau damals undenkbar gewesen. In Deutschland war es Alltag. In den ersten Jahren nach dem Krieg entstanden so mehr als 3000 "Mischlinge", wie es damals hieß, "brown babies".
Wir brauchen nicht zu beschweigen, dass die Frauen auch verspottet, beschimpft und geschlagen wurden, nicht nur von Kriegsheimkehrern. Wir brauchen nicht darüber zu reden, dass die Soldaten in einer überlegenen Position waren, manche "Fraternization" auch nicht freiwillig erfolgte und dass einige Frauen sich für Lebensmittel und Zigaretten hergaben.
Entscheidend ist, dass die Soldaten sahen, wie es auch gehen könnte, zu Hause, wo Lynchjustiz noch üblich war, gerade gegen Schwarze. Die Zeitschrift "Ebony" beschrieb immer wieder, was diese Männer beispielsweise in Berlin fanden: "mehr Freundschaft und Gleichheit als in Birmingham oder am Broadway".
Weshalb sollte, was im Land der Mörder möglich war, nicht auch zu Hause möglich sein: mehr Freundschaft und Gleichheit?
Das war allerdings nicht für alle ein begehrenswertes Ziel: Nehmen wir beispielsweise jenen Sommertag im Jahr 1946, als im entertainment club der U.S. Army in einer kleinen bayerischen Stadt ein paar afroamerikanische Soldaten mit deutschen Frauen tanzen. Irgendwann stoßen fünf weiße US-Soldaten dazu. Was sie sehen, empört sie offenbar. Weiße Frauen, so ihre Meinung, gehören weißen Männern. Es kommt zu einem Disput. Nach einer Weile schleudert einer, er heißt Floyd D. Hudson, eine Bierflasche auf die Tanzfläche. Die Angegriffenen verlassen das Lokal, kehren aber wenig später mit Waffen zurück und schießen ihre Kontrahenten nieder. Hudson stirbt, vier weitere bleiben verletzt liegen.
Danach nimmt alles den unvermeidlichen Gang: Ein Militärgericht verurteilt drei der Täter zum Tod am Galgen.
Normal war auch, dass bis September 1947 genau 908 afroamerikanische Soldaten den Antrag stellten, ihre deutsche Freundin heiraten zu dürfen. 14 durften, 1,5 Prozent. Kein Wunder: Bis 1967 waren solche "interracial marriages" in 30 von 48 Bundesstaaten verboten.
Das hat sich geändert, zumindest die transatlantische Welt ist seit 1945 toleranter geworden, die USA haben einen neuen Präsidenten und sogar die Finanzkrise hat ihr Gutes: Einige US-Staaten überlegen, die Todesstrafe abzuschaffen, weil Hinrichtungen zehnmal teurer sind als lebenslange Haft. Sage niemand, es gebe keinen Fortschritt.
Rheinischer Merkur, 9. Juli 2009
NACHKRIEGSZEIT / Hunderttausende schwarze GIs kamen als Besatzer nach Deutschland. Sie wurden hier weniger diskriminiert als in ihrer Heimat. Ein Buch und eine Ausstellung erinnern daran
VON PETER KÖPF
Es geschah im Jahr 1946, im Entertainment Club der US Army in einer kleinen bayerischen Stadt: Mitten im Raum tanzen ein paar afroamerikanische Soldaten mit deutschen „Fräuleins“, und das ist für die GIs ein bemerkenswerter Vorgang. In den USA, zumal in den Südstaaten, hätte zu dieser Zeit kein „Negro“ es gewagt, sich einer weißen Frau auch nur zu nähern. Diese Regel wollen offenbar auch jene fünf weißen GIs beachtet wissen, die den Soldatenklub betreten. Was sie sehen, empört sie. Es kommt zu einem Streit. Nach einer Weile schleudert einer der Weißen, Floyd D. Hudson, eine Bierflasche auf die Tanzfläche. Die Angegriffenen verlassen das Lokal. Mit Gewehren bewaffnet kehren sie wenig später zurück und schießen die Weißen nieder. Hudson stirbt, die anderen bleiben verletzt liegen. Die Täter werden festgenommen, ein Militärgericht verurteilt sie zum Tod durch den Strang. So erzählte es ein Reporter im Oktober 1946 in der überwiegend von Schwarzen gelesenen Zeitschrift „Ebony“.
Hudsons Clique wollte offenbar eine Antwort geben auf die Frage, wem die „Kriegsbeute Frau“ gehört. Für sie gehörten weiße Frauen weißen Männern. In der Regel war das auch so. Es gab jede Art von Beziehung zwischen Liebesaffäre und Prostitution, und über die Frage, wie freiwillig die Fräuleins jeweils einwilligten, streiten sich die Gelehrten. Nicht nur russische Soldaten nahmen sich deutsche Frauen gegen deren Willen. Mehr als 1500 Fälle von Vergewaltigung durch US-Soldaten sind 1945 aktenkundig.
Kontakte zwischen den Soldaten und der einheimischen Bevölkerung waren zunächst verboten. In Stolberg bei Aachen standen im Februar 1945 vier Frauen vor Gericht, weil sie „in einer Weise gehandelt hatten, welche dem guten Zustand (good order) von Mitgliedern der Allied Armed Forces abträglich“ sei. Sie hatten US-Soldaten im Dunkeln zu sich nach Hause eingeladen „und versuchten sie dazu zu veranlassen, die Anti-Fraternisierungs-Gesetze zu verletzen“. Im Oktober 1945 wurde der „Fraternization Ban“ aufgehoben. Zu dieser Zeit waren Liebschaften zwischen deutschen Frauen und den GIs längst üblich. „Newsweek“ fragte im Dezember besorgt: „Verändern die Fräulein unseren Joe?“ O ja, die Fräuleins haben den braven Soldaten Joe verändert, sie erschütterten sein Leben und Selbstbild.
Unter den GIs waren Hunderttausende Afroamerikaner. „Viele, speziell diejenigen aus dem Süden, erlebten erstmals die Freiheit, sich mit einer weißen Frau treffen zu können, ohne dafür bestraft zu werden“, schrieb „Ebony“. „Zu einer Zeit, als in den Südstaaten Lynchen noch üblich war, erschien Deutschland … wie ein Hafen der Toleranz.“
Ein Mensch wie andere auch
Der frühere US-Außenminister Colin Powell, der 1958 in Deutschland stationiert war, formulierte es in seinem Buch „My American Journey“ so: „Für schwarze GIs, vor allem für die aus dem Süden, war Deutschland ein Atemzug der Freiheit – sie konnten hingehen, wohin sie wollten, essen, wo sie wollten, und ausgehen, mit wem sie wollten, genauso wie andere Leute auch.“ Der afroamerikanische Schriftsteller William Gardner Smith, der 1947 in Deutschland diente, lässt in seinem Roman „Last of the Conquerors“ einen schwarzen Unteroffizier sagen: „Weißt du, was ich gelernt habe? Dass ein Nigger nicht anders ist als alle anderen Menschen auch. Ich musste hier herüber kommen, um das zu lernen. Ich musste hierher kommen und mir das von den Nazis beibringen lassen. Das wird uns zu Hause – im Land der Freien – nicht beigebracht.“
Ausgerechnet in jenem Land, in dem vor wenigen Wochen noch der Rassenwahn sich ausgetobt hatte, erlebten die schwarzen Soldaten nach anfänglichem Misstrauen so etwas wie Gleichberechtigung. Und das hatte nicht nur mit ihrem Status als Mitglieder der Siegerarmee zu tun. „Als die ersten schwarzen Soldaten im März 1945 in Rheinland-Pfalz eintrafen, waren Beklemmungen und Ängste schnell überwunden“, schreibt Maria Höhn 2002 in ihrer Studie „GIs and Fräuleins. The German-American Encounter in 1950s West Germany“, die im vergangenen Jahr endlich auch einen deutschen Verlag fand. Die Schwarzen zeigten sich weniger arrogant den Verlierern gegenüber, sie waren großzügig zu Kindern. Umgekehrt waren die schwarzen GIs beeindruckt davon, dass Deutsche ihnen häufig mehr Toleranz entgegenbrachten als ihre weißen „Kameraden“. „So entstand eine Art Verbundenheit zwischen den Deutschen und den schwarzen GIs“, schreibt Höhn, „da die Einheimischen mit eigenen Augen beobachten konnten, dass schwarze GIs, wie sie selbst, von den weißen US-Soldaten als Menschen zweiter Klasse behandelt wurden.“
Die Verbundenheit hatte Grenzen. „Obwohl die Deutschen zögernd akzeptierten, dass schwarze Familien in ihre Gemeinden zogen, in ihren Restaurants aßen oder in ihren Geschäften einkauften, konnten sich die meisten nur schwer mit Liebesbeziehungen zwischen deutschen Frauen und afroamerikanischen GIs abfinden“, schreibt Höhn. Deutsche Ex-Soldaten und frühere Hitlerjugend beschimpften manche Frau und schnitten ihr das Haar ab. Leserbriefschreiber lehnten „Rassenmischung“ ab, es gebe „eine Grenze, und diese hat Gott selbst gezogen“. Bayerns Ministerpräsident Wilhelm Hoegner bat noch 1957 das US-Militär, in seinem Bundesland nur verheiratete schwarze Soldaten zu stationieren.
Das Ausmaß der Akzeptanz schwarzer GIs durch die Deutschen dürfe nicht überschätzt werden, resümiert Höhn. „Die Tatsache, dass so viele schwarze Soldaten ihren Aufenthalt in Deutschland als Befreiung ansahen, sagt vermutlich mehr über das Ausmaß der Diskriminierung von Afroamerikanern in den Vereinigten Staaten aus als über die Toleranz der Deutschen in dieser Zeit.“ Immerhin, so Höhn, seien viele liberale Deutsche bereit gewesen, ihre auf rigiden Hierarchien und Ausgrenzungen basierende Weltanschauung zu hinterfragen und „das Erbe des nationalsozialistischen Rassismus zu überwinden“. Offenbar mit Erfolg. „Newsweek“ kam schon 1946 nicht umhin zu berichten, dass „viele Amerikaner in ihrem Verhalten gegenüber den afroamerikanischen Soldaten viel feindseliger waren als die Mehrheit der Deutschen“. Die amerikanische Militärzeitschrift „Stars and Stripes“ gab zu, dass weiße GIs die „größte Quelle für rassistische Propaganda gegen die schwarzen Soldaten“ seien.
Noch 1965, als die Deutschen nicht mehr auf Armeerationen der Amerikaner, Zigaretten und Kaugummi angewiesen waren, empfanden fast zwei Drittel der schwarzen GIs, dass sie in der Bundesrepublik mehr Gleichheit erlebten als in den Vereinigten Staaten. Nur sechs Prozent der schwarzen GIs waren gegenteiliger Ansicht. Zahlreiche schwarze Soldaten blieben in Deutschland, vor allem, wenn sie geheiratet hatten. Mit einer weißen Frau hätten sie bis in die Sechzigerjahre kaum in einer Kaserne in den Südstaaten leben können, weil die Gesetze, welche die sogenannte Mischehe kriminalisierten, bis 1967 in Kraft waren. Manche der Soldaten spielten mit dem Gedanken, in die sowjetische besetzte Zone zu flüchten, voller Hoffnung, dass das sozialistische Versprechen für Gleichheit auch für die Rassen gelte.
Lektion aus Germany
Die unbeantwortete Frage damals lautete: Wie kann es sein, dass eine Zwei-Klassen-Armee versucht, die Deutschen zur Demokratie zu erziehen? Zehntausende Rückkehrer schrieben sich in die Mitgliedslisten der Bürgerrechtsbewegung ein. Viele der späteren Civil-Rights-Aktivisten hatten zuvor im Zweiten Weltkrieg gekämpft oder in Europa gedient. Nun demonstrierten die Veteranen in zahlreichen Südstaaten für ihr Wahlrecht und gegen die Rassentrennung. Und ihre Stimme fand auch das Ohr von Präsident Harry S. Truman, der im November 1948 nicht nur wiedergewählt werden wollte, sondern dabei war, der Welt, insbesondere den sich befreienden Kolonien in Asien und Afrika, beweisen zu wollen, dass die USA das bessere, das menschlichere politische System anbieten. Am 26. Juli 1948 unterzeichnete er die Executive Order 9981, in der er erklärte, der Präsident trete für gleiche Behandlung und Möglichkeiten für alle Mitglieder der Streitkräfte („armed services“) ein, unabhängig von Rasse, Farbe, Glauben und Herkunft.
Auch wenn die Einzelnen in der Armee dem nicht sofort zu folgen bereit waren, so ist für Höhn diese Entscheidung des Präsidenten der Anfang der Bürgerrechtsbewegung in Amerika, wichtiger noch als die große Entscheidung von 1954, welche die Rassentrennung in den Schulen beenden sollte. Die „deutsche Erfahrung“ von schwarzen Armeeangehörigen hatte Wirkung gezeigt. Einige Lektionen für ihren Freiheitskampf hatten sie an unerwartetem Ort erhalten.
The Atlantic Times, März 2009
Of all places, the country that took racism to the absolute extreme appeared to black U.S. soldiers as a haven of racial tolerance. In the land of the Nazis, which they had helped to defeat, they felt like emancipated human beings for the first time in 1945.
It happened sometime in 1946, in the nightclub of the U.S. Army in a small Bavarian town: A couple of black soldiers danced in the middle of the room with German ‘Frolleins.’
That in itself was already a remarkable occurrence because at that time no black man would have dared to even approach a white woman in the U.S., especially in the South. At that time, white women danced with, dated and married only white men.
In Germany however, where racist mania had raged only a short time earlier, the black soldiers were very popular after initial distrust. Among those Germans who had direct contact with them, they were considered good-natured, generous and nice to children.
A study published in 1954 by the International Union for Child Welfare in Geneva, stated that Puerto Rican-Americans were particularly popular. They “particularly distinguished themselves through their amiable manner and through an impeccable comportment toward German citizens and they helped wherever they could. Due to this behavior, they were known and popular in every family and even established close ties within some families on occasion.”
According to an October 1946 report in Ebony magazine, that evening in Amberg, five white U.S. soldiers entered the soldiers’ club. What they saw apparently outraged them. One of the white soldiers, Floyd D. Hudson, threw a beer bottle onto the dance floor.
The black soldiers, under attack, did what they would have never dared to do back home: They went and got a few .30 caliber carbines and shot at the white soldiers. Hudson died while the four others survived their injuries. The aftermath was the same that it would have been back home: A court sentenced three of the black solders to death by hanging.
Also, there was the question of who owns the spoils of war, when these are women. Let’s not kid ourselves: It wasn’t only Russian soldiers who raped German women: More than 1,500 such acts committed by U.S. soldiers are on record in 1945. In her book, “GIs and Germans: Culture, Gender, and Foreign Relations,” Petra Goedde wrote that some soldiers “regarded the ‘taking’ of a German woman as a form of revenge.”
Still, there was certainly much consensual fraternization. First of all, in 10 percent of the documented cases it was supposedly the parents who compelled their daughters to have intercourse with the occupying Allied soldiers, according to the Geneva study. The goal was always the same: “The black soldiers were particularly sought-after as a source of food, candy and tobacco products because they were known for their benevolence and generosity,” the researchers wrote.
War correspondent Meyer Levin paraphrased such relationships in the magazine Search in 1950 this way: “Rape in Germany was accomplished through the medium of a bar of chocolate, and was known as fraternization.” Furthermore, he analyzed “the lustful eagerness of German girls to fulfill their roles as conquered women.” Others characterized the relationships as “between love affairs and prostitution.”
Initially however, contact between the soldiers and the local population had been prohibited. In February 1945, in Stolberg near Aachen, four women were charged with “acting in a manner prejudicial to the good order of members of the Allied Armed Forces.” The court said that they had invited U.S. soldiers into their homes after dark, “tempted them into violating the fraternization rule.”
In October 1945, the ban on fraternization was lifted. Nonetheless, Germans still did not have access to the nightclubs of the U.S. Army. Because of that, the soldiers frequently explained that their companions were allegedly displaced persons, in other words, not Germans, that they were Polish, for example. In the spring of 1946, the military in Nuremberg reviewed whether it would make sense to issue “social passes” for desirable members of the German population ? naturally, all of them women.
But the affairs between German women and GIs had long since become customary. Newsweek had already asked in December: “Do the Frèuleins change our Joe?”
The Frèuleins did indeed change Joe. However, not in the way that Newsweek had feared, namely that the U.S. soldiers would not denazify Germans but rather that “Veronica DankeschÜn” could infect the soldiers with venereal diseases, and even worse, with the Nazi virus. Billy Wilder turned this topic into his propagandistic anti-fraternization movie, “A Foreign Affair.”
At the time, Americans back home were also clearly against their soldiers being allowed to date German women: 70 percent of young women responding and 40 percent of men under 30 said they opposed such unions.
The soldiers in Germany perceived the situation differently: “Most American soldiers held Germans collectively responsible for the war but absolved the Germans they knew from individual guilt,” Goedde wrote in her book. Most importantly for the U.S. soldiers, women were not part of the pool of Nazi sympathizers. And they were certainly not political missionaries, which is why not a single U.S. soldier returned home as a Nazi.
The German experience very much changed the black Joe however: it shook his life and self-image. In “racist” Germany of all places, he found his personal freedom, in the same Germany whose inhabitants ? that is what he had been told ? had collectively murdered millions of people for racist reasons until only a few months earlier.
In “Last of the Conquerors,” William Gardner Smith’s character, a black sergeant, says: “You know what the hell I learned? That a nigger ain’t no different from nobody else. I had to come over here to learn that. I hadda come over here and let the Nazis teach me that.”
There were approximately 30,000 black U.S. soldiers who had come to liberate the world from German fascism. “Many of them, particularly those from the American South, experienced for the first time in their lives the freedom to date white women without fear of retribution,” according to Ebony magazine. “At a time, when lynching was still all too common in the American South, Germany appeared, especially to those who grew up in the South, like a haven of racial tolerance.” Ebony wrote that black soldiers enjoyed “more friendship and equality in Berlin than in Birmingham or on Broadway.”
By 1951, the relationships between German women and U.S. soldiers had produced about 94,000 children, about 3,000 of them “Mischlinge” (mixed-race children) as they were called at the time. Four-fifth of these children, who were conspicuous in appearance to Germans in the postwar period, lived with their mothers or close relatives. The Survey magazine concluded from a poll in 1949 that “German mothers treated their ‘Mischlings-kinder’ considerably better than their counterparts in England and Japan.” English mothers often sent them to children’s homes or orphanages and “some Japanese mothers had even resorted to infanticide of occupation children (both black and white).” Survey went on: “In Germany not only is infanticide unthinkable but even separation is rarely considered.”
Nonetheless, one should not sugarcoat it: Women who got involved with black soldiers had problems in Germany as well. They had to endure ridicule and contempt. Especially those returning from the front and prisoner of war camps berated and beat them ? and not only their own husbands.
In her 2002 dissertation, “Zwischen Fƒrsorge und Ausgrenzung. Afrodeutsche ‘Besatzungskinder’ im Nachkriegs-Deutschland” (Between care and marginalization: Black-German “occupation children” in postwar Germany), Yara-Colette Lemke Muniz de Faria reports on the case of a girl whose mother had placed with her parents. The parents allegedly could not let the mixed-race child out into the street “and when guests came to visit, the child would be hidden.”
Nonetheless, the 1954 Geneva study came to the following conclusion overall: “According to our investigation, the cases in which mixed-race children are being rejected by their communities because of their family background should be considered the exception. Generally, the relatives, neighbors and other children meet them with cordiality and affection. It is not uncommon that they are even being particularly favored and pampered, be it because they make friends quickly due to their funny manner and their cuddly nature, be it because the grown-ups feel pity for these children for whom they anticipate a difficult future.”
Nonetheless, well-meaning pastors’ wives and eager youth welfare office employees came up with numerous solutions in order to help the children and their mothers: children’s homes just for them, adoption in the U.S., Africa and Venezuela. In the end, most children stayed in Germany. There could have been worse solutions.
But there could have been betters solutions as well: At least one quarter of the black fathers paid alimony, more than among the white fathers. One in five made an effort to get permission to marry his girlfriend. But that only succeeded in one out of 200 cases.
Starting in 1946, the so-called “Sweetheart bill” (War Brides Act) allowed brides to enter the United States. By June 1950, 14,175 German wives had come to the United States ? six husbands and 750 children as well ? predominantly the brides of white soldiers, however.
While researching files of the headquarters of the European Command (EUCOM), Faria found the following statistic: By September 1947, 908 black-American soldiers had filed a request to be allowed to marry their German girlfriends. Fourteen were given permission, 1.5 percent. It is no surprise, though: Until 1967, she writes, such interracial marriages were banned in 30 states.